Bluetooth-Thermometer

Per Smartphone den Braten überwachen

Ein kleines Smart-Home-Gadget für alle, die nicht gleich in neue mit Sensoren bestückte Küchengeräte investieren wollen: Das Bluetooth Grillthermometer von Habor liest Werte von zwei Temperatursonden gleichzeitig aus und schickt diese per Bluetooth an eine Smartphone-App. Dort lässt sich einstellen, welche Fleischsorte gegart wird – von Rind über Lamm bis hin zu Fisch, und wie „durch“ es gegart werden soll. Ist die entsprechende Temperatur im Innern des Fleischs erreicht, schlägt die App Alarm. Unterdessen werden auch Temperaturverläufe aufgezeichnet, sodass sich besser abschätzen lässt, wie lange es noch dauert bis die Zieltemperatur erreicht ist.

Das Gerät selbst haftet per Magnet außen am Grill, Backofen oder Kühlschrank. Auf dem beleuchteten Display lassen sich die Messwerte ebenfalls bequem ablesen. Ohne Hindernisse soll die Bluetooth Verbindung bis zu 60 Meter weit reichen. Das Thermometer ist auch nützlich, um Flüssigkeiten auf eine bestimmte Temperatur zur erwärmen, Schokolade oder Babynahrung nicht zu überhitzen oder um den Erfolg einer eigenen Jogurt-Produktion zu garantieren. Bluetooth Grillthermometer von Habor, ca. 30 Euro

HiFi-Player

Streaming-Client zum Selberbauen

Raspberry Pis sind der Dauerbrenner unter den Gadgets – zumindest für alle, die ihre Technik lieber selbst konfigurieren als sie nur zu benutzen: Wer einen Raspberry Pi bestellt, bekommt lediglich die Hauptplatine des Minicomputers. Selbst Netzteil, Gehäuse und eine Speicherkarte für das Betriebssystem müssen getrennt bestellt werden. Zum wohnzimmertauglichen Gadget wird der unscheinbare „Raspi“, wenn er teuren Streaming Clients Konkurrenz macht. Dazu eignet sich die Open Source-Software Volumio. Die greift auf lokale Musikbibliotheken zu und ermöglicht auch das Abspielen von Diensten wie Spotify oder Tidal. Podcasts lassen sich ebenfalls in Volumio abonnieren und Webradiosender leicht über ein Verzeichnis finden.

Bluetooth und AirPlay

Gesteuert wird die Musikwiedergabe per Weboberfläche, was auf dem Laptop genauso gut funktioniert wie per Smartphone. Mobilgeräte können auch direkt per Bluetooth oder AirPlay Musik über Volumio ausgeben. Die Tonausgabe erfolgt im einfachsten Fall über die Audio- Buchse des Raspberry Pis mit angeschlossenen Aktivboxen oder über den Verstärker einer Stereoanlage. Audiophile können den auf der Platine integrierten Soundchip durch einen Hifi DAC (Digital-zu-analog-Konverter) deutlich aufbessern. Der Volumio-Shop hält einige Optionen bereit. Und wer doch nicht selbst basteln will: Es gibt dort auch fertig konfigurierte Volumio-Streaming-Clients zu kaufen.

Raspberry Pi 4, ab ca. 40 Euro Volumio, kostenlos

Passwort-Speicher

Tastatur in der Hosentasche

Dass Anwender für jeden Dienst und jeden Account ein eigenes Passwort verwenden sollten, hat sich inzwischen herumgesprochen, und auch, dass Passwort-Manager helfen, diese Zugangsdaten zu verwalten. Aber nicht jeder fühlt sich wohl dabei, alle Passwörter einer App oder einem Anbieter anzuvertrauen, oder sie auch nur auf dem eigenen, stets ans Internet angebundenen Computer oder Smartphone zu speichern. Die Alternative lautete bisher: Notizblock. Jetzt aber bietet der Typewriter1 von Slark einen digitalen Offline-Speicher.

„Ein Kollege suchte nach einer Lösung um sein Kryptogeld Passwort zu speichern,“ erinnert sich Bartosch Slomak. Offline sollte der Speicher sein, aber ohne den Zwang, das Passwort jedesmal von Hand eingeben zu müssen. Daraus habe er dann die Idee für den Typewriter1 entwickelt. „Die ersten Prototypen habe ich mit Teilen von Ebay per Hand gelötet,“ erzählt der Gründer. Es folgten das Design einer eigenen Platine und die Programmierung der Software. Jetzt ist das etwa Streichholzschachtel-große Gerät bereit für den Massenmarkt.

Universell einsetzbar

Per Wippschalter kann der Anwender auf dem Display die Zugangsdaten anwählen, die etwa auf einer Website eingegeben werden sollen. Über eine USB-Verbindung schickt der Typerwriter1 die Information dann an den Rechner. An dem meldet er sich als Tastatur an – daher der Name des Gadgets. „Dadurch funktioniert der Typewriter1 automatisch an jedem Gerät, an dem man eine Tastatur anschließen kann“, sagt Bartosch Slomak, „Laptops, aber auch Tablets, Smartphones oder SmartTVs.

Typewriter1-Kit von Slark, ca. 100 Euro

Dem Erfinder ist bewusst, dass der Typewriter „für die tägliche Instagram-Anmeldung übertrieben“ ist. Aber er ist überzeugt, dass jeder auch Passwörter hat, die so sensibel sind, dass sie etwas mehr Schutz und etwas weniger Komfort rechtfertigen. Vor allem ist sein Speicherkästchen aber wohl für Menschen interessant, die sich oft an unterschiedlichen Geräten anmelden müssen. Aus seiner Zeit in der industriellen Automatisierung berichtet Slomak etwa von reihenweise Anlagen, die alle mit ihrem eigenen Rechner und entsprechenden Zugangsdaten ausgestattet sind, ohne in das Unternehmens-Netzwerk eingebunden zu sein.

Entschlüsselung per RFID-Token

Besonders findige Anwender würden den Typewriter1 auch benutzen, um beispielsweise Router zu konfigurieren. „Es lassen sich nicht nur Passwörter, sondern alle denkbaren Tastaturbefehle darauf speichern“, erklärt Bartosch Slomak. Das schließt ganze Konfigurationsskripte ein, die dann schnell und offline abgerufen werden können. Datensätze lassen sich per SD-Karte auf den Typewriter1 laden. Dazu schreiben Anwender ihre Passwörter mittels einer mitgelieferten Software an einem PC (der im Übrigen keine Internetverbindung braucht) ihre Daten auf die Speicherkarte, stecken die Karte danach in den Typewriter1, der sich die Einträge dann in den internen Speicher zieht. Die SD-Karte kann dann entnommen werden und dient als Backup. Auf dem Typewriter1 liegen die Daten verschlüsselt vor. Zugriff gewährt er nur nach Eingabe einer PIN sowie dem Vorhalten eines mit dem Gerät gepaarten RFID-Tokens.